beew - Rat der Stadt Winsen soll Atomstrom-Ausstieg kippen

Nach den Plänen der Stadtwerke Winsen soll der Rat am Donnerstag, 18. Oktober, seinen vor einem Jahr gefassten Beschluss, keinen Atomstrom ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt mehr einzukaufen, rückgängig machen. Zur Begründung heißt es, dass der Bezug von Ökostrom derzeit 0,3 Cent pro KWh teurer sei. Dies würde bei etwa 100 Million verkaufter KWh zu Mehrkosten von 300.000 Euro führen, die den Kunden nicht zuzumuten seien. Unseres Wissens hat es keine repräsentative Kundenbefragung dazu gegeben. Insofern ist diese Annahme reine Spekulation.
Der Beschluss, auf Atomstrom zu verzichten, könnte auch als ein Argument für eine familienfreundliche Stadt gewertet und marketingmäßig genutzt und beworben werden. Es ist ja schließlich nichts Schlechtes ….

Wir rufen die Winsener Politiker auf, den 2011 nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima gefassten Beschluss aufrecht zu erhalten.

Die Winsener Bürger sind eingeladen, vor der Sitzung ab 18.30 Uhr vor der Winsener Stadthalle ihren Unmut kund zu tun.

veröffentlicht am 16. Oktober 2012