beew - 11. März 2016 Mahnwache – 5 Jahre Fukushima

Am 11. März jährt sich zum 5. Mal die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima.

Darum findet um 17 Uhr vor dem Winsener Rathaus eine Mahnwache statt. Es soll der Opfer gedacht werden und der Situation in Fukushima. Nach wie vor können die Reaktoren nur notdürftig gekühlt werden, wobei verseuchtes Wasser immer wieder ins Meer fließt. Millionen Kubikmeter Erde sind in Plastiksäcke gefüllt worden. Diese stehen rund um Fukushima auf den Feldern und niemand weiß, was damit passieren soll.

Tausende Menschen leben nach wie vor in Notunterkünften und können nicht zurück in ihre Heimatdörfer. Sie werden aber auch nicht vom Staat oder der Betreiber-Firma Tepco entschädigt, sodass sie sich an anderer Stelle eine neue Existenz aufbauen könnten. Und Ministerpräsident Abé ist stolz darauf, Atomkraftwerke in Japan wieder in Betrieb zu nehmen.

In Deutschland ist der Atomausstieg beschlossen für das Jahr 2022. Aber ob die Reaktoren bis dahin sicher betrieben werden können weiß niemand. Und ein atomares Endlager für Brennstäbe und abgebaute Reaktoren ist noch längst nicht in Sicht. Immerhin tagt ja eine Findungskommission …

Die Energiewende in Deutschland geht nur schleppend voran. Es werden kaum noch neue Solaranlagen gebaut und bei der Windkraft gibt es mächtig Gegenwind aus der Bevölkerung… Grund genug sich zu treffen sich zu besinnen.

Rathaus Winsen, Freitag, 11. März, 17 Uhr. Open Mic – jeder darf sprechen!

 

veröffentlicht am 20. Januar 2016