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Hier gibt es weitergehende Informationen zu verschiedenen Themen:

Februar 2012 –

Photovoltaik-Zubau belastet Strompreis künftig kaum

FDP und Energiekonzerne machen den Zubau der Photovoltaik (PV)anlagen für den Strompreisanstieg verantwortlich. Das ist völliger Schwachsinn.

Allein durch die Befreiung von vielen Betrieben muss die EEG-Umlage auf den privaten Verbraucher umgelegt werden und auch andere Kosten der Netzbetreiber dürfen in diese EEG-Umlage eingerechnet werden, die mit dem EEG-Vergütungsdifferenzausgleich nichts zu tun haben, daher steigt die Zulage.

Mehr Informationen Photovoltaik Zubau belastet Strompreis kaum

Castor-Transport – Mahnwache am Bahnhof Winsen

Das Winsener Bündnis für Erneuerbare Energien BEEW ruft am Montag, 14. November um 18 Uhr zu einer Mahnwache am Bahnhof Winsen auf.

Dort soll ein Zeichen gesetzt werden gegen den bevorstehenden Castor-Transport. Dieser soll um den 1. Advent herum 12 Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der Französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague nach Gorleben bringen. Nach Informationen von Umweltverbänden ist es möglich, dass dieser Zug auch durch Winsen rollen wird.

„Nach über 30 Jahren Betrieb von Kernkraftwerken gibt es immer noch kein funktionsfähiges Endlager“ sagt Wilfried Staake, einer der Initiatoren. „Insofern ist ein Weiterbetrieb von Kernkraftwerken angesichts der real existierenden Gefahren absolut unverantwortlich“. Gorleben ist als möglicher Standort für ein atomares Endlager immer wieder in die Kritik geraten. Deshalb erscheint es den BEEW-Mitgliedern aus Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und Umweltverbänden völlig unsinnig, immer mehr Atommüll unter hohem Polizei-Einsatz ins Wendland zu befördern und dort oberirdisch in einer Stahlhalle zwischenzulagern.

Greenpeace-Messungen hätten ergeben, dass die höchstzulässige Strahlendosis jetzt schon überschritten sei. Am 26. November wird es in Dannenberg eine Großdemonstration geben. Infos dazu gibt es ebenfalls bei der Mahnwache. Das Winsener Bündnis begrüßt den im Juli von der Bundesregierung beschlossenen Atomausstieg. „Wir hätten uns aber mehr Tempo gewünscht“ so die Mitglieder. In Fukushima sei auch 8 Monate nach dem Unglück noch nichts unter Kontrolle. Darum sei Eile geboten. Selbst in Japan gebe es jetzt eine Abkehr von der Atompolitik. Wie Nachrichtenagenturen berichteten, hätten dort in der vergangenen Woche unkontrollierte atomare Kettenreaktionen stattgefunden. Insofern setzen die Winsener auf einen zügigen Ausbau von Erneuerbaren Energien im Landkreis Harburg. Hier sind Gespräche mit Stadtwerken und Bürgermeistern geplant, um ein Energiekonzept auf den Weg zu bringen.

Dies sollte sich neben der Stromerzeugung auch mit Heizenergie und Nahverkehr beschäftigen. Langfristiges Ziel müsse es sein, alle benötigte Energie im Landkreis selbst zu erzeugen. Dies reduziere die Gefahren bei der Erzeugung und die Abhängigkeiten von Öl und Gas. Außerdem stärke es das Handwerk sowie die lokalen Unternehmen und Stadtwerke und belasse die Gewinne in der Region.

Winsen ab 2015 Atomstromfrei

Der Rat der Stadt Winsen hat auf seiner Sitzung am 10. Oktober beschlossen, dass die Stadtwerke Winsen ab 2015 keinen Atomstrom mehr beziehen und verkaufen sollen. Die Stadt ist zu 100% Gesellschafterin der Stadtwerke. Mit einem denkbar knappen Ergebnis von 19 Ja-, 18 Nein-Stimmen und einer Enthaltung ist unser Antrag damit angenommen. Die Vision von einem atomstromfreien Winsen ist in nur 5 Monaten Wirklichkeit geworden.

Wir danken allen Unterstützern dieser Idee.

Winsen ohne Atomstrom – BEEW startet große Unterschriftenaktion

Der Super-GAU der Atomkraftwerke in Fukushima hat auch in Deutschland die Bedeutung des so genannten Restrisikos aufgezeigt. Die deutschen Atomkraftwerke müssen schneller vom Netz. Die Erneuerbaren Energien sind auch in Winsen und Umgebung schnellstmöglich auszubauen. Die Winsener Stadtwerke, die sich im Eigentum der Stadt befinden, sollen ihre Kunden atomstromfrei versorgen.

Ökostrom: Handel, Kriterien und Glaubwürdigkeit – Wie Atomstrom zu Ökostrom wird und worauf zu achten ist

Bereits 1990 hat die damalige Bundesregierung mit dem Stromeinspeisungsgesetz den Weg für Erneuerbare Energien geebnet. Durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) im Jahre 2000 hat in Deutschland, entgegen aller Erwartung, der sukzessive Ausbau von Ökokraftwerken dazu geführt, dass heimische Ressourcen (Biogas, Geothermie, Sonne, Wasser und Wind) ein wichtiger Bestandteil unseres Energiemixes geworden sind.

BEEW Postition zu Oekostrom (BEEW, Mai 2011, PDF)