beew - Fukushima-Unglück kostet den Betreiber 94 Milliarden Euro

Die Aufräumarbeiten am havarierten Kraftwerk in Fukushima werden noch teurer. Die Atomkatastrophe vor eineinhalb Jahren droht Japan deutlich mehr Geld zu kosten als bisher bekannt. Die Dekontaminierung verstrahlter Gebiete und die Entschädigung derjenigen, die durch das Unglück ihre Arbeitsplätze oder ihr Zuhause verloren haben, werde voraussichtlich rund 94 Milliarden Euro kosten, teilte die Betreiberfirma des Unglücks-AKW Fukushima, Tepco, mit. Damit lägen die Kosten doppelt so hoch wie im April 2012 veranschlagt.

„Falls sich die Kosten auf zehn Billionen Yen aufblähen, dem Doppelten unserer Schätzung vor wenigen Monaten, könnten wir diese finanzielle Last nicht tragen“, teilte der Konzern mit. Es sei unvermeidbar, dass sein Unternehmen den aktuellen finanziellen Unterstützungsplan überarbeite, sagte Tepco-Chef Kazuhiko Shimokobe.

Tepco ist seit der Atomkatastrophe ruiniert. Der Konzern muss die Opfer des Reaktorunglücks – mehr als 1,5 Millionen Menschen – entschädigen und das AKW Fukushima abschreiben.

 

veröffentlicht am 8. November 2012